03.07.2018

Das war die Online B2B Conference 2018

Künstliche Intelligenz und Kommunikationsassistenten sind die Trendthemen im B2B Marketing

E-Commerce im B2B-Sektor, eine Verjüngung der Zielgruppe oder die Entscheidungswege im B2B - diese Themen standen bei der letztjährigen Online B2B Conference im Fokus. Auch in diesem Jahr waren die stetigen Veränderungen im Bereich des B2B Marketings präsent, was sich in Vortragsthemen wie der künstlichen Intelligenz, dem Data Storytelling oder der derzeit allgegenwärtigen DSGVO Thematik äußerte. Wir blicken zurück auf zwei ereignisreiche Tage in der bayerischen Landeshauptstadt München.

Das Leben im Computational Age

Gleich der Auftaktvortrag von Karel Gotla, beschäftigte sich mit einem der zukunftsträchtigsten Themen in der Wirtschaft - der künstlichen Intelligenz. Diese wird Experten zufolge in den nächsten drei bis fünf Jahren den beruflichen Alltag revolutionieren, da die technologische Entwicklung so schnell voranschreitet. Gotla wies darauf hin, dass Themen wie Emotionalität und Kreativität in den Fokus gestellt werden sollten. So reicht es beispielsweise für einen Redakteur nicht mehr aus, nur schreiben zu können, sondern muss dieser auch kreativ und emotional sein. Insgesamt soll über den Effekt der künstlichen Intelligenz das Bewusstsein auf menschliche Fähigkeiten fokussiert und zum Wohle der Gesellschaft gestaltet werden.

Auch für das B2B Marketing wird das Thema künstliche Intelligenz an Bedeutung gewinnen. So können beispielsweise im Bereich des E-Commerce selbstlernende Algorithmen den Nutzer effektiver zu seinem Ziel führen und im Content Marketing mit Hilfe automatisierter Programme das zielgruppengenaue Wording festlegen. Es liegt nun an den B2B Unternehmen, in welchem Umfang und in welchen Bereichen sie sich auf die neuen Technologien einlassen.

Nicht alles, was zählbar ist, zählt

Wie in den Vorjahren waren auch in diesem Jahr Zahlen, Daten & Fakten allgegenwärtig. Sören Winkelmann und Sven-Olaf Peeck referierten zum Thema Website Controlling und zeigten dabei den Weg von der Null Analyse zur Webanalyse auf: Dabei wurde im Vorfeld eines Website Relaunchs ein Kennzahlensystem entwickelt, welches im Anschluss einem Vorher/Nachher-Vergleich unterzogen wurde. Die Referenten resümierten, dass nicht alles, was zählbar ist, auch zählt. Der Fokus sollte dabei je nach Unternehmen auf die individuellen Kennzahlen gelegt werden - ob beispielsweise die Website Besucher oder die Leads entscheidend sind. Im B2B Bereich liegt dabei der Fokus meist auf der Generierung von qualifizierten Leads

Statistik- und Analytikfreunde kamen auch beim Vortrag "So bewegt sich Deutschland" von Celine Schneider von Telefónica NEXT auf ihre Kosten. Anschaulich präsentierte sie, wie man mit Big Data aus anonymisierten Mobilfunkdaten eine wertvolle Datenbasis für den Mobilitätssektor liefern kann. So ist postleitzahlgenau die Erstellung von anonymisierten Bewegungsprofilen möglich, die Aufschluss über sämtliche Nutzerbewegungen geben. Das Ziel ist eine effektivere Fahrgastlenkung für den Bereich der Verkehrsplanung zur besseren Nutzung vorhandener Kapazitäten sowie Ressourcen. Ebenso können mit den erhobenen Daten Aussagen zur Schadstoffbelastung eines Gebietes getroffen werden. Dies zeigt auf, dass auch der B2B Bereich von der Nutzung der Daten profitieren kann, da mit diesen die verschiedenen Verhaltensweisen der Zielgruppe analysiert werden können.

Und sonst so?

Das soziale Karrierenetzwerk LinkedIn befindet sich weiter auf dem Vormarsch. Die Vielzahl an Targetingoptionen ermöglicht eine genauere Aussteuerung der Kampagnen, so Jakob Kwiatkowski. Dadurch eignet sich die Plattform nicht mehr nur dazu Mitarbeiter, sondern auch potentielle Kunden zu finden und diese mit geeignetem Content auf das eigene Profil sowie die Homepage zu locken.

Doch nicht nur LinkedIn, sondern auch Sprachassistenten sind auf dem aufsteigenden Pfad. Diese sollen zukünftig die Kommunikation mit den Unternehmen erleichtern. Bis 2020 werden fast die Hälfte aller Suchanfragen per Sprache ablaufen und das Marketing aufgrund der direkten Dialogfähigkeit vor neue Herausforderungen stellen, so Robert C. Mendez.

Nachdem es im B2C-Geschäft schon Alltag ist, werden auch im B2B-Bereich Messengerdienste verstärkt zum Einsatz kommen. Immer mehr Unternehmen bespielen ihre Kunden mit Content über Messenger und Chatbots. Dabei sind den Inhalten und Interaktionsmöglichkeiten nahezu keine Grenzen gesetzt. Ein Topthema durfte auf der Online B2B Conference natürlich auch nicht fehlen - die DSGVO. Der Datenschutzexperte Nicolai Wiegand informierte über die Pflichten der B2B Unternehmen und Konformität von Chatbots mit der DSGVO.

Was bleibt?

Die neuen Techniken und Kanäle bieten den Unternehmen viele tolle Möglichkeiten. Jedoch macht allein der Einsatz neuer Tools das Marketing nicht automatisch effektiver. Vielmehr ist die Zusammenarbeit und Organisation im Marketing weiter zu entwickeln, sodass schneller auf neue Einflüsse reagiert wird und das Team mit Engagement und hoher Performance arbeiten kann. Für diesen Weg zu agilem B2B Marketing gaben die beiden Berater von mellowmessage Yves Naumann und Hans-Christian Brandt praktische Einblicke, wie man die Kunden besser versteht, Sinn und Fokus schärft, andere Abteilungen einbezieht und die Weiterentwicklung misst und feiert. Als Grundlage dafür eignet sich die gemeinsame Entwicklung einer digitalen Marketing Strategie, in welcher die Interaktion mit dem Kunden, aber auch interne Themen wie Arbeitsabläufe, die Teamkonstellation und die Erfolgsmessung betrachtet werden sollte.

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